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Die Lösung

Welche Strategie ist praktikabel ?

Ich habe mich aus folgenden Gründen für die Strategie der Emulation entschieden:

 

- Meine Werke [1] enthalten selbst geschriebene Software, die stark auf das Betriebssystem zurückgreifen.

- Ich bin zu unperfekt im Schreiben von Software, was ein Neuinstallation erschwert.

- Ich will keine Zeit aufwenden, um meine Projekte für eine Neuinstallation zu dokumentieren.

- Um Software lauffähig zu erhalten, ist dies die einzige Möglichkeit.

- Ich habe weder die Finanzkraft, die Zeit noch das Wissen, alle fünf Jahre meine Werke zu emigrieren.

- Ich strebe nur eine mittelfristig Konservierung an, meine Lebensdauer ist der angestrebte Zeithorizont.

- Ich besitze das know how dazu.

 

Gegen die andere gangbare Strategie, die Migration, spricht vor allem, dass meine Projekte zum Teil selbst geschriebene Software enthalten.

 

Software, gerade in der vielfach unsauberen Art, wie ich sie als Autodidakt schreibe, lässt sich nicht migrieren. Technologiekonservierung kommt für mich aus praktischen Gründen nicht in Frage.

Mein Vorgehen

Das Werk und die zur Betrachtung benötigte Software-Umgebung sollten immer zusammen und in lauffähigem Zustand auf einer CD-Rom abgespeichert werden. Als Ausgangspunkt benutze ich die Knoppix Linux Live CD.[2]

 

Knoppix enthält ein Betriebssystem und verschiedene freie Software. Diese CD legt man in einen handelsüblichen PC ein. Der Computer erkennt, dass er von der CD aus starten kann und lädt von dort das Betriebssystem. Sobald der Computer aufgestartet ist, kann man mit der Arbeit beginnen.

 

Veränderungen können vorgenommen und temporär im Kurzspeicher (RAM) abgelegt werden. Da es sich bei der CD um ein schreibgeschütztes Medium handelt, kann darauf nichts gespeichert werden: Bei einem Neustart gehen alle geänderten Daten verloren. Die CD bleibt in unverändertem Zustand.

 

Es ist möglich, die Knoppix CD zu remastern, das heisst Softwarepakete und Daten darauf auszutauschen. Auf diese Weise kann man eigene Daten und Projekte auf der CD installieren und diese in lauffähigem Zustand konservieren.

 

Da die Knoppix CD auf Debian GNU/Linux [3] aufbaut, entfallen allfällige Copyrightprobleme weitgehendst. Die ganze CD steht unter GNU General Public License. [4]

 

Diese Softwarelizenz ermöglicht es, die Software zu verändern, eine unbeschränkte Anzahl von Kopien anzufertigen und diese kostenlos weiterzugeben. Nicht nur das Betriebssystem untersteht dieser Lizenz, sondern auch allfällige benötigte Programme wie Bildbetrachter, Textverarbeitungen, Datenbanken, Webserver und Browser.

 

Diese Vorgehensweise ist mit einem proprietären Betriebssystem wie Windows technisch vielleicht möglich, rechtlich aber nicht vertretbar. Windows und andere Software besitzen Lizenzen, die das Kopieren und Weitergeben ausdrücklich verbieten. Dieses rechtliche Problem ist auch einer der Gründe, warum Emulation als Archivierungsstrategie einen schweren Stand hat.

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[1] Homepage von martin krung & kurt kuene: krungkuene.org

[2] Homepage der Knoppix Linux Live CD: www.knopper.net/knoppix/

[3] Debian GNU/Linux --The Universal Operating System: www.debian.org

[4] GNU General Public License: www.gnu.org/licenses/gpl.html

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